Kunst als Freiheitspraxis und Individuation:

WAS

Die EMK bietet ein vielseitiges und breit gefächertes Kunststudium mit bildhauerischem Schwerpunkt von den ersten Grundlagen bis zur künstlerischen Selbständigkeit. Klassische Disziplinen wie Stein-, Holz- und Stahlbearbeitung mit den dazugehörigen handwerklichen und maschinellen Techniken, als auch neuere Disziplinen wie Installation, Performance und Land-Art sind wesentliche Lehrinhalte. Zeichnen und Aktstudium sind ein fester Bestandteil, Wahrnehmungsschulung, Kunstbetrachtung, Philosophie und Kunstgeschichte stete Begleiter innerhalb des Kunststudiums. Der Unterricht gliedert sich in Module, welche jeweils in einer öffentlichen Ausstellung ihren Abschluss finden. Zum Ende des Studiums wird von den Studierenden die Diplomausstellung im Raum Freiburg selbstständig organisiert und durchgeführt. Das kontinuierliche Pflegen und Erweitern der eigenen Kunstmappe/Portfolio dient in Rücksprache mit dem Kollegium der Reflexion des eigenen künstlerischen Weges sowie der individuellen künstlerischen Positionierung.

WER

Der EMK ist es wichtig, eine große Vielfalt an unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen in ihrem Curriculum anbieten zu können. Daher wird die EMK von einem breit aufgestellten Kollegium freischaffender Künstler und Dozenten getragen. Gerade im Spannungsfeld dieser verschiedenen Blickrichtungen wird der Studierende in die Lage versetzt, sich in der eigenen Positionierung leichter verorten zu können. Jeder Künstler mit seinem ganz individuellen Ansatz ist gleichzeitig Programm. Trotz der starken individuellen Blickrichtungen der einzelnen Dozenten, arbeitet das Kollegium im regen Austausch mit den Studierenden daran, ein fruchtbares und zeitgemäßes Curriculum fortwährend weiter zu entwickeln. Auch durch die jährlich sich verändernde Studentenschaft sieht das Kollegium ein Ziel darin, jeweils aufs Neue das Gleichgewicht zu finden zwischen individueller künstlerischer Begleitung und der Ausbildung allgemeiner fachlicher Kompetenzen.

WIE

Kunst als Freiheitspraxis und Individuation: Freiheitlich innovativ zu sein bedeutet, ergebnisoffen arbeiten zu lernen. Ergebnisoffenes Handeln ist risikobehaftet und erfordert Mut, ist doch das Ziel, das konkrete Ergebnis noch nicht bekannt. Es will befragt und entwickelt werden.

„Was hat die Kunst für eine Aufgabe in der Welt?“ Diese Frage lebt intensiv an der EMK.

Die Kunst verbindet den Menschen auf ganz individuelle Weise mit seinem kulturellen, sozialen und natürlichen Umfeld und nicht zuletzt mit sich selbst. Der eigene Gesichtspunkt wird deutlich, die Stellung zu ihm wird konkret.

Die Kunst vermag Unsichtbares sichtbar zu machen, innere und äußere Standpunkte zu finden und zu formulieren, bietet Raum für Forschung und Reflexion.

Auch will der Umgang mit unterschiedlichen Materialien kennengelernt und deren Inspirationsquelle ausgelotet sein. Der handwerkliche Umgang mit den unterschiedlichen Materialien ist unabdingbar. Er will erlernt, geübt und erprobt sein.

So dienen die Lehrinhalte der EMK dazu, den eigenen künstlerischen Freiraum zu entdecken, aus dem die Kunst als etwas tief Persönliches und gleichzeitig als etwas völlig Neuartiges hervortritt – als etwas, das über das Individuum hinausweist. Zur Entfaltung dieses Potentials kann nur „eingeladen, inspiriert und ermutigt werden“ (Gerald Hüther).

Künstlerische Handlungskompetenzen, die sich in vielen Bereichen des Lebens immer mehr als notwendig erweisen, werden auf individuelle Weise entdeckt, geschult und handhabbar gemacht.

WARUM

„Freiheit und Kreativität sind das höchste Kapital einer Gesellschaft“ (Joseph Beuys). In der Kunst geht es einerseits darum, dem Material Ausdruck zu verleihen, was immer ein ganz persönliches Verhältnis zu diesem voraussetzt. Andererseits hat aber jedes Kunstwerk ein „Mehr“, das der Intention und der Inspiration des Künstlers entspringt. Dieser nicht fassbare schöpferische Freiraum jedes einzelnen Studierenden wird ernst genommen. Er ist nicht lehrbar, ist aber doch die Quelle und in seiner autonomen Ausgestaltung das Ziel, auf das sich alles bezieht.

Wie immer diese Ausgestaltung nach dem Studium für den Einzelnen auch aussehen mag: Die gesellschaftliche Rolle des Künstlers ist gerade dadurch geprägt, dass er auf seinem Gebiet Neues und Individuelles schafft, gesellschaftliche Konventionen überwindet und an sozialen Herausforderungen erlebend und umgestaltend mitarbeiten kann.

WOHIN

Ziel ist es, im Gestalten eine Qualität zu erlangen, die es ermöglicht, eigenständige und souveräne Werke zu bilden, welche unabhängig von der Persönlichkeit Bestand haben. Hierbei kommen die bis dahin erworbenen künstlerischen Handlungskompetenzen in Gleichklang mit der Werkposition.

Während die ersten beiden Studienjahre dazu angelegt sind Materialien und Techniken zu ergreifen, dienen die letzten beiden Studienjahre dazu, die Künstlerpersönlichkeit mit ihrer ganz eigenwilligen Werksäußerung zu fördern und das Werk bis zur künstlerischen Autonomie und Authentizität zur Entfaltung zu bringen.

Das Studium ist BAföG-berechtigt und endet mit einem Diplom der EMK. Dieses ist mit einem Akademiebrief gleichzusetzen, nicht jedoch mit einem staatlich anerkannten Hochschulabschluss.

Die Berufsbilder der Absolventen sind verschieden. Deshalb sieht die EMK ihre Aufgabe auch darin, Kompetenzen auszubilden, die eine Vielfalt an beruflichen Tätigkeiten ermöglichen.

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